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Ich bin erst 80

Seit 08.12.07 bin ich im Besitz eines gültigen Führerscheins für Segelschiffe mit Hilfsmotor. Wenn ich bis Dato schwarz gesegelt bin, dann war das unwissentlich.

Wieso? Am 24.09.07 auf dem Weg von Damp nach Flensburg mit der SY-Windrose vorwind, wurde ich auf der Höhe Falsthöft von der Bundespolizei angehalten und kontrolliert.

Drei Polisten in einem Spidboot, kamen und fragten:

Sind sie einverstanden wenn wir eine ID bei Ihnen machen.

Meine Antwort: Wenn das nicht weh tut, dann OK.

Dürfen wir an Bord kommen? Wenn sie das können, dann man los.

Können wir hier drauf treten? Die Backskisten waren hier gemeint: Hier an Bord kann man überall hintreten, das ist ein Schiff, war meine Antwort.

Dürfen wir ihren Personalausweis sehen, woher kommen sie, wohin wollen sie, haben sie mehr als 10.000.- € an Bord, alles Ok. Dann wünschen wir Ihnen eine Gute fahrt.

Das war der Anlass meine Bordtasche (eingeschweißt) zu überprüfen, ich fand keinen Führerschein, mit Passbild, für ein Segelboot zu führen.

Wohl die Bescheinigung vom 20.03.1971, dass ich bei Fritz Kleinschmidt DSV/FSA 152/71

(Kapitän im 2.Weltkrieg) den Segelschein Küstenfahrt BK des DSV. an den Lehrgang teilgenommen habe und die Prüfung bestanden habe.

Ab 1980 ? wurden 1000 sende Bescheinigungen, beim DSV vor oder zur Einführungspflicht des Führerscheins, umgeschrieben?

Diesen Antrag habe ich seiner Zeit beim AYCR Essen ausgefüllt und mit Passbild abgegeben.

Zu der Zeit war ich viele Jahre in Holland und der Schweiz berufl. arrangiert, weniger in Essen.

Gesegelt wurde an Wochenenden in Holland, Ysselmeer Hindelopen, zu den Inseln, Terschelling, Vlieland und Texel.

Nun hatte ich die „Idee" beim DSV anzurufen, bei einer Frau Hermann bin ich gelandet.

Meinen Wunsch mir einen Ersatz FS auszustellen, wurden nach Einsicht im PC nicht stattgegeben. Meine Erklärung und Nachweis von 1971 war nicht sonderlich überzeugend und fand keinen fruchtbaren Boden.

Da habe ich mich verabschiedet von der Dame. Ich hatte den Eindruck das war was ganz schlimmes was ich wünschte, ungefähr so, wenn ein Protestant in Rom einen Sündennachlass haben möchte.

Warum meine Bescheinigung nicht in einen Führerschein umgeschrieben wurde kann ich heute nicht feststellen.

Nun hatte meine Frau, die 2008 ihren 50. aktiven Segelsommer begeht, eine „Idee" Junge mache den Führerschein, fliege in den Süden dort ist es noch schön warm, Du bist dann auch aufgeräumt.

In Glücksburg Segelschule angerufen, keiner kommt ans Telefon morgens um 10 Uhr, auf nach Glücksburg gefahren, Tür ist auf, keiner kommt, trotz rufen zum Empfang.

Auf der Theke liegen Prospekte hier war eine Adresse von der Station Chiemsee, dort angerufen. Auch mit der Außenstelle am Mittelmeer gesprochen

Das Gespräch war für mich nicht nachvollziehbar, wieder wie in Rom, wenn ich darauf gehört hätte, komme ich im Winter nicht zum Skilaufen und es wird wieder 2008 angesegelt.

Dann in die Hafenspitze Flensburg, Segelschule, Kapt. Hansen traf ich an. Mit dem war ich schnell handelseinig Unterricht des Morgens von 9 bis 11 Uhr. Des Abends um 20 Uhr ist keine gute Zeit für einen Senior.

Ausbilder Assistenten wurden Kapt. ad. Dirk Langhinrich, Kapt. Holger Petersen z.Zt Lotse auf der Elbe und meine Frau.

Ich bekam Fragebögen 20 Stück mit je 30 Fragen, für jede Richtige Beantwortung soll’s 2 Punkte geben. mit Navi 6 also 66 Punkte insgesamt.. Wenn man 55 Punkte hat ist die schriftliche Prüfung bestanden.

 

Aber eine Praktische Prüfung muss auch sein, hierzu gehören auch Knoten. Von den Knoten habe ich immer nur 2 gebraucht. Habe ich was verkehrt gemacht oder verpasst? Während den bald 70 / 80 tausend sm die ich lt. Angabe von meiner Frau gesegelt haben soll?

Die Schule ging Ende Oktober 07 los. Morgens von 9 bis 11 Uhr. Kapt. Hansen gestaltete die erste Std. sehr interessant. Danach machte ich den Vorschlag nur die Fragen aus den Frage- bögen zu behandeln, und erklärte auch warum.

Der Kapt. staunte über mein Alter und meine seglerische Vergangenheit. Inzwischen hatte ich die Fragebögen studiert und meine Schwachstellen erkannt. Lichter-Führung, Schallsignale das war für mich völlig neu.

Ich habe geschildert wie wir vor 30 / 40 zig Jahren von Skagen nach Arendal Norwegen gesegelt sind.

Bei gutem Wetter und Tide in der Nacht ab Skagen, damit bei der letzter Dunkelheit die Lichter in Arendal oder? noch sichtbar waren. Auch hatten wir Fahrpläne wann? wo? Fähren,

aus den Häfen abfuhren, in Norwegen, dann wussten wir wo die Hafeneinfahrten waren.

Um Skagen haben wir uns nicht um die einzelnen Lichter der Dampfer bemüht, sondern einen großen Bogen gemacht, niemand behindern, heißt das nun in meinem Sprachgebrauch.

Wir wollten nicht überfahren werden. Das war ebenso auf der Nordsee oder Elbe. Die Watfahrten in Holland zu den Inseln waren auch schön und interessant, schlecht wenn uns der Nebel überraschte, aber mein Spruch lautete immer, noch heute!!!

„Keine Sorge, Weihnachten sind wir alle zuhause"

Von meinen Assistenten bekam ich gute Ratschläge, das musst du auswendig lernen oder vom Richtigen zum Falschen mit Falschenvorzeichen usw.

Bei den Frauen war mir das bekannt: Von der Richtigen zur Falschen, dann konnte man bösauflaufen, mit 2 Bällen war man dann Grundsitzer!!!

Mitte Nov. habe ich meine Frau gefragt was mache ich eigentlich nächstes Jahr im Herbst, denn inzwischen hatte ich meinen Spaß daran, gute Frage, wir finden schon was, war die Antwort.

Manche Fragen waren für mich schon seltsam: Infahrt oder Infahrt mit FDW. Vor allem das Wort Maschinen-Fahrzeug war für mich gewöhnungs- bedürftig, ich bin doch immer nur Segler gewesen. Oder, ob der Anker hält, Handauflegen. Meine Frau, nun bist Du Heilpraktikern. Auch wurde gefragt: wo kann man die Missweisung ablesen, ist doch klar das ich schreibe, bei der „Windrose"

 

Der Unterricht mit Kapt.- Hansen war immer interessant und seinen Spas hatte der mit mir auch. Dann sollte ich auch noch Masch.-Fahrzeug fahren, Boje über Bord, anlegen und ablegen, die Kommandos dazu laut wiederholen.

Ich sagte zum Kapt.- Hansen, lt schreien darf ich nicht an Bord, das mag meine Frau nicht.

Die Fragebogen habe 5 - 6-mal wiederholt durchgearbeitet, so dass ich mit einem guten Gefühl in Prüfung ging.

Nun war der Prüfungs-Termin 08.11.07 um 9.00 Uhr FH – Flensburg, ca. 80 Prüflinge kamen, ich war bestimmt der Älteste, vielleicht hat sich so mancher gefragt: Ob sich das noch lohnt für den Opa?

Die Prüfungskommission 3 Herren aus Flensburg?, begangen mit der Einführung und Aufteilung in 2 Gruppen, die eine Gruppe schreibt erst, wo ich auch zu gehörte, die Andere beginnt mit der Praktischen – Prüfung in der Hafenspitze, sehr gut und mit Übersicht.
Ich bekam den Fragebogen 10 und war auch in der vorgegebenen Zeit gut fertig. Die richtige Punktzahl wurde einem nicht genannt. Ich glaube doch dass ich um 60 Punkte hatte.

Einige Fehler sind mir heute bekannt. Beim Grundsitzer, habe ich nicht geschrieben, 50 m lang und weniger, mir ist das doch egal, ob der Grundsitzer 40 oder 60 m lang ist. Bei der Navi Aufgabe habe ich nicht das Chema eingehalten, so was macht man im Kopf.

Dann kam die Praktische – Prüfung, ablegen und gleich ein „Mann über Bord" hat geklappt, nur nicht ganz aufgestoppt, also Arme ausgerissen, dann mußte ich mit einem Hand-Peilkompass eine Gradzahl peilen, Schornstein bis zum Kirchturm, da habe ich 120 Grad genannt, so etwas weiß man auch.

Aber dann kamen Knoten? Ich sollte einen Kreuzknoten machen und wußte nicht was ein Kreuzknoten war, immer machte ich einen anderen Knoten als letzter den Kreuzknoten, sein Kommentar, vom Prüfer, sie können ja alle. Ich war schon unruhig, und habe mit dem Kopf geschüttelt.

Da ich nie auf Bullenschiffe gesegelt habe (meine persönliche Bezeichnung) hat nie einer gesagt: Hermann mache mal einen Kreuzknoten oder. Ich habe immer den Knoten, den ich brauchte gemacht, und bin damit 80.000 sm gesegelt und 80 Jahre alt geworden.

 

Segeln seit 1950

Mit: Korsar / Schöchl - Schwertzugvogel 969, Schmielgeit hiermit das Blaueband 1968

in Essen Baldeney – See gewonnen, -

1967 mit SZ Kieler-Woche den 3. ten Platz - 1969 Folkeboot auch hier Kieler-Wochen gesegelt bis 1970.-

Seekreuzer: Hanseat-69 1971, Nordsee 39 Dübbel + Jesse 1977 bauen lassen.

Einen Glas – Drachen, Starnberger - See, 1981 und 1982 gesegelt, das reichte dann.

HR.31 seit 1998, stationiert im FSC – Glücksburg.

Segelgebiete Elbe Helgoland, nach Holland und England, Schweden Norwegen – Bergen,

Stockholm – A’land – Inseln, von dort mit dem Flieger nach Helsinki, war bequemer...

 

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