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                                Mein erster Seekreuzer, der letzte Hanseat 68 mit Kanzel,

                                                           aber mit erstem Alumast

Nach Korsar - Schwertzugvogel - Folkeboot bestellte ich im Herbst 1970 den ersten Seekreuzer, einen Hanseaten 68.
Als Segler vom Baldeneysee-Essen eine mutige Überlegung, aber Willi Asmus, der Konstrukteur und Werftbesitzer in Glückstadt, machte mir viel Mut.
Die erste Seereise mit der „Windrose“ ging am 1. Mai 1971 nach Helgoland, Mitsegler war Günter Pracht, meine Regatta-Prachtschote, auch aus Essen..
In Helgoland angekommen wurden wir vor dem angesagten Wind aus Ost gewarnt, denn bei den Elbseglern hatte sich rumgesprochen, dass wir vom Baldeney-See Essen und Greenhörner waren.
Wir sind mit den Elbseglern am Morgen zeitig der Tide entsprechend aufgebrochen, kein Wind, also unter Motor.
Als Vorsegel hatten wir die Baumfock schon angeschlagen, das war sehr gut, der Wind kam aus Ost und nicht wenig, die Elbmündung hat das wahr gemacht, was man uns prophezeit hatte.
Cuxhaven haben wir gut erreicht, auch bei der Hafeneinfahrt entsprechend wegen der Flut vorgehalten wie man uns auf Helgoland geraten hat.
Dann weiter nach Glückstadt, Willi Asmus war froh, die „Windrose“ mit ihren Seglern wieder im Hafen zu wissen.
Als Nächstes hatte ich eine Beteiligung an der Kieler-Woche Juni 71geplant.
Am Vorabend der Aal - Regatta, Kiel - Eckernförde wurde mir von einem auch Eigner eines Hanseaten 68 „Amica“, Herr Kammhuber, geraten, beim Start doch vorsichtig und zurückhaltend zu sein.
Mitsegler war Wilfried Harmann aus Molfsee bei Kiel, der mit der Kieler Förde vertraut war, aber auch erfahren in Seeregatten war.
Es wurde ein Spinnacker Start, wir sind ganz in die Hafenspitze von Kiel gefahren, haben den Spi gesetzt und waren bei Null an der Startlinie, die „Windrose“ segelte vorne weg, alleine im ganzen Feld mit Spi, die anderen Boote waren noch dabei, den Spi zusetzen.

Ziel der Sommerreise 1971 war mit Familie Gotland

Die „Windrose“ wurde 1972 zum Ysselmeer nach Hindelopen gesegelt, dort war Wochenendsegeln angesagt. Den Sommer verbrachten wir in Holland, Kanäle und Inseln einschl. des Wattenmeers wurden erkundet, sehr spannend war das.

Ziel der Sommerreise 1973 war Frederiksstad Norwegen, über Helgoland - Kiel - DK - Strömstad. In der Nordkoster- Insel-Welt machten wir mit 30 Grad Stromversetzung Bekanntschaft.

!974 stationierten wir in Glückstadt an der Elbe die SY, denn wir bauten uns 2 Einfamilienhäuser in Bielenberg / Elbe, eins wollten wir selbst nutzen und eins vermieten. Gesegelt wurde auf der Elbe und nach Helgoland

1975 stand wieder eine Segelreise nach Schweden an.

1976 ging die Reise nach Stockholm, denn der König Gustav heiratete eine bürgerliche Deutsche, Silvia Sommerlath. Als mir das im Winter bekannt wurde, habe ich um eine Einladung zum Polterabend gebeten.
Der Sekretär des Königs Jan Märtenson schrieb am 24. Mai 1976, wie folgt:

Am 29. Juli an meinem Geburtstag verkaufte ich die SY-„Windrose“ in Glückstadt an einen Hamburger Zahnarzt.
Eine neue SY „Windrose“ Nordsee 39 wurde bei Dübbel + Jesse bestellt.