Zurück

Zurück

     
 

  Segeltörn im Sommer 2002

Zuhause hatten wir ein ungewöhnlich warmes, sonniges und trockenes Frühjahr genossen, vor allem die Pracht unserer "Kameliendamen", der Traum des Südens auf einem norddeutschen Balkon.
Aber dann war's vorbei mit den Frühlingsblumen, und am Nachmittag des 14. Juni legte die "Windrose" in Glücksburg ab.
Wie fast jedes Jahr auf in den Norden.
Es lief gut, Petrus war auf unserer Seite, und wir nutzten die Chancen, die er uns bot. So schafften wir z. B. an einem Tag die Strecke Fredericia ./. Grenaa, immerhin gut 60 sm.
In Grenaa gab's ein fröhliches Wiedersehen. Die "Nele V" war da. Wir haben zwar regelmäßigen Briefwechsel mit Caroline und Hans Heinrich Lammers, aber zuletzt gesehen hatten wir uns vor 6 Jahren auf den Koster Inseln. Die beiden Hamburger, bald 79 und 85 Jahre alt, sind "richtige" Nordlandfahrer, 50 Mal haben die beiden das Skagerak überquert, d. h. 25 Segelreisen in Norwegen, das ist ihr Traumrevier für den Sommer.
Es sind bewunderns-, aber auch beneidenswerte alte Herrschaften. Welcher Segler wünscht sich nicht einen so erfüllten Lebensabend? In diesem Sommer sind Caroline und Hans Heinrich das erste Mal nicht nach Norwegen gesegelt. Wir haben noch die beiden Törns nach Hals und dann nach Saeby mit der "Nele" gemacht. Abends gab's viel zu erzählen, und so manches Glas Wein wurde auch geleert. Die beiden "Graugänse" haben dann immerhin 8 Wochen in der dänischen Inselwelt gesegelt.
"Windrose's"Reise ging zügig weiter, in nur 5 Tagen waren wir von Glücksburg in Skagen, und nach einem Tag Verschnaufpause wurde die westschwedische Küste angesteuert. Welche Freude ist esjedes Mal, wenn das schöne Leuchtturmanwesen VINGA auftaucht und man es Richtung Göteborg passiert. Und welch ein lebhaftes Treiben herrscht in diesem Fahrwasser! Große Containerschiffe, schließlich ist Göteborg Skandinaviens größter Umschlagplatz.
Und die großen Fährschiffe! Tagsüber ist meist immer eines zu sehn, entweder raus oder rein. Am interessantesten sind die "Kittekats" (unsere Spezialbezeichnung), die Katamarane, die Schnellfähren, die die Verbindung Göteborg ./. Frederikshavn ein paar Mal am Tag herstellen. Von vorn sehen die ja wirklich spannend aus, wenn man durch den Rumpf durchgucken kann.
Unsere Freunde auf Öckerö (Insel nahe VINGA) behaupten, wenn bei ihnen im Hafen was kaputt geht: Das hat der Katamaran gemacht. Diese neumodischen Schiffe haben die Fischer jedenfalls bös auf dem Wind. Wir können bis jetzt so gar nichts Negatives über die "Kittekats" sagen, auch über die in der Arhus - Bucht nicht, abbremsen können sie ja nicht für uns Segler, aber sie haben uns bis jetzt immer so passiert, ohne uns Angst einzujagen. Man muß es ja schließlich sachlich sehn, auch auf See ist die Zeit nicht stehen geblieben.
In Göteborg kamen wir am Donnerstagabend, 20. Juni, an und machten wie immer in Lillabommen fest. Es kostet da zwar viel Hafengeld, dafür ist der Service aber auch ausgesprochen hilfsbereit. Die junge Frau im Hafenmeisterbüro bemühte sich per Telefon, daß ich in unmittelbarer Nachbarschaft im Zollbüro unsere Katze einklarieren konnte. Normalerweise hätte ich zum Fähr-Terminal müssen. Der Sicherheitsapparat in diesen Gebäuden ist für uns Deutsche recht ungewöhnlich. Ich mußte durch ein paar elektronische Schranken, mich immer wieder ausweisen, bis ich endlich im 4. Stock in einem Büro angekommen war. Wie in einer italienischen Bank!
Nachdem Jule also eingecheckt war, hatte ich mir Shopping vorgestellt. Aber schon im "Nordstan", dem großen Einkaufszentrum vor Lillabominen, kam es mir merkwürdig ruhig vor. Freitag: Post und Bank zu, oh, oh, langsam dämmerte es mir, bei den Schweden war "Weihnachten im Sommer", d. h. Mittsommer - Wochenende. Die Schweden feiern ihr großes Fest immer an dem Wochenende, was Johanni am nächsten ist, die Norweger tun das an Johanni, also auch mitten in der Woche.
So schaffte ich es gerade noch, Hering, kleine Kartoffeln, Erdbeeren und Brot in den Salu - Hallen (Markt) zu kaufen und natürlich auch einen Mittsommerstrauß.
Mittsommer, das ist für die Schweden ein Fest für's lange Wochenende. Die Städte werden leer, wer irgend kann, der fährt aufs Land zu seiner Hütte oder zieht mit seinem Boot los. An der Westküste gibt es Mittsommer - Hochburgen, vor allem Mollösund, aber auch Marstrand, Skärhamn, Gullholmen ...
Wir segelten nach Marstrand und beobachteten da das große Spektakel.
Festlich rausgeputzt gingen die Leute zu den Veranstaltungen, Freitag ist Familientag, aber Samstagabend ist großes Juchhe. Vor allem die jungen Schwedinnen waren hübsch anzusehen, etliche mit Blumenkränzen im
Haar, sie genossen es auch sichtlich, daß wir sie bewunderten und fotografierten. Wie heißt es doch so nett in einem alten Volkslied: "..... hübsche Mädchen wachsen immer wieder auf".Das muß man auch, wenn man nicht mehr so ganz neu ist, mit fröhlichem Herzen sehen können.
Aber, aber was in der Samstagnacht aus ihrer rausgeputzten Schönheit geworden ist... Jedenfalls tat sich ein richtiges Unwetter auf. Regen, Regen und viel, viel Wind. Am Sonntag blieb nur noch der Wind, kam hart aus West und obgleich die Steganlagen genau hinter der Carlsten's Festung liegen, wurden die Boote immer noch tüchtig vom Schwell erwischt. Leinen hier und Leinen da ... Wir durften ja liegen bleiben, aber die meisten Schweden mußten sich seefest angezogen auf den Nachhauseweg machen. Einige wenige ließen ihr Schiff liegen und stiegen in den Bus.
Die Wettervorhersage verhieß auch für die nächsten Tage nichts Gutes, und so liefen wir am Montagmorgen in aller Herrgottsfrühe zurück nach Ockerö. Da sind wir immer willkommen bei unseren Freunden Gunnar und Marie. Und außerdem hatte ich noch einen Shoppingausflug in Göteborg gut, der per Fähre und Bus am nächsten Tag eingelöst wurde.
Zwei Tage auf Ockerö, dann hatten wir SW 5-6, und die Fahrt Richtung Norden konnte weiter gehen. Als wir 1973 unsere erste Reise an die westschwedische Küste machten, sind wir den inneren Schärenweg gelaufen, also über Stenungsund und bei Lysekil wieder raus. Danach sind wir Jahr für Jahr, wenn wir an dieser Küste waren, den Weg der meisten Wassersportler gegangen, er ist allerdings auch der schnellere: Marstrand - Skärhamn - Kirkesund - Mollösund usw. Bis nach Strömstad kennen wir den Weg fast auswendig.
Diesen Sommer sind wir vor Marstrand abgebogen, unter der Instön -Brücke durch (Durchfahrtshöhe 18 m ) und dann nordöstl. von Astol in den Hakefjord. Richtung Stenungsund. Dieses erste Stück ist so breit, daß man es auch gut aufkreuzen könnte. Wir aber hatten ja einen Raumschots - Kurs und machten eine Rausche fahrt.
Wenn man bei Stenungsund unter der neuen Tjörn - Brücke durchfährt, kommt man fast zu so was wie einer Gedenkminute. Die alte Brücke wurde 1980 von einem Schiff gerammt, wobei 8 Menschen in den Askeröfjord stürzten und ums Leben kamen. Die neue Brücke hängt an Stahlseilen über den Fjord und hat ein modernes Warnsystem, um weitere Unglücke zu verhindern.
Es fahren doch recht große Schiffe bis nach Uddevalla, auch dort ist vor wenigen Jahren eine technisch hochmoderne Brücke gebaut worden.
Wenn man die Industrie von Stenungsund hinter sich gelassen hat, segelt man durch eine wunderschöne Landschaft. Hohe bewaldete Berge mit wenigen Hütten drin säumen den Fjord. Die paar Orte sind klein und idyllisch gelegen, und überall bietet sich ein geschützter Ankerplatz an, der einem oft "ganz allein" gehört.
An dem Tag schafften wir es bis zur Marina unter der Nötesund - Brücke, das ist das Gelände der früheren Vindö - Werft. Am nächsten Morgen waren es nur wenige Meilen nach Henan, dort werden die Najad's gebaut. Wir brauchten frischen Proviant. Henan ist ein recht kleiner Ort, aber offenbar für den Nordteil der Insel Orust so günstig gelegen, daß man hier ein praktisches Einkaufszentrum angelegt hat.
Vom gut ausgerüsteten ICA - Markt bis zur Bank, Post, Apotheke, Touristeninformation, Fischgeschäft, Bücherladen ist alles vorhanden. Und fast direkt am Fahrwasser gelegen. Saubere Steganlagen mit Wasser und Strom, eine Dieseltankstelle und ein großer Bootszubehörladen sind auch da.
Wir waren aber nur kurz zum Versorgen fest, gingen dann nur ein paar Meilen weiter in einer "traumhaften" Bucht vor Anker, so wird diese in einem Hafenhandbuch beschrieben. Aber wie schon gesagt, von diesen schönen Ankerplätzen gibt es hier ganz viele. Unendlich viel dichter Wald, und der reicht bis an's Ufer.
Am nächsten Morgen liefen wir unter Maschine durch das sehr enge, gewundene Fahrwasser des Greteviksundes. Es ist landschaftlich wirklich wunderhübsch.
Die Enge und das Idyll sind schlagartig vorbei, wenn man bei Lysekil in den Gulmarnfjord rauskommt. Man wird buchstäblich an die frische Luft gesetzt, man ist wieder "an der Front", die rauhen, nackten Felsen der äußeren Schären hatten uns wieder.
Hat man Lysekil gerade hinter sich, kann man Hallo, den Leuchtturm von Smögen, schon sehn. Einige dieser Felseninseln hier sind nicht schön anzusehn, hier wurde viele Jahre Steinabbau betrieben, und so rumpelig sieht das nun auch aus, da nichts drauf wächst, ist auch nichts zu verbergen.
In Smögen machten wir nur Mittagspause, da die Wetteraussichten nicht gut waren, segelten wir noch einige Meilen weiter und blieben über Nacht in der Danmark - Bucht auf Anker.
Am nächsten Morgen regnete es, aber wir mußten weiter. Mein Käpt'n brauchte ausnahmsweise einen Fernseher, es war Sonntag, der 30. Juni, und Endspiel der Fußball - Weltmeisterschaft Brasilien ./. Deutschland. Aber der Weltmeister tanzte Samba ... Das kriegten wir in Grebbestad zu sehen.
Am nächsten Morgen hatten wir wieder Südwest 5-6 mit Schauern, es war ein schneller Törn durch den Havstensund, das breite Fahrwasser der Koster - Inseln nach Strömstad. Jetzt war voll Ferienzeit bei den Schweden, und dann ist der Hafen von Strömstad proppevoll, unruhig und laut. Wir machten in der geschützt in einer Bucht gelegenen Marina Marieholm fest, von dort hat man eine regelmäßige Busverbindung nach Strömstad, nur 10 Minuten Fahrzeit.
Es war gut, hier festzumachen, 2 Tage mußten wir wegen Starkwind und Regenschauern bleiben. Mein Mann vertrieb sich morgens die Zeit im schönen Schwimmbad. Auch sonst ist es in Strömstad gut auszuhalten, allein schon wegen der leckeren, fangfrischen "Räkor" (Krabben).
In Strömstad endete unser "Kurs Nord". Unser Reiseziel war Oslo gewesen,
aber die Wetterlage im Skagerak war nicht verheißungsvoll. Außerdem war ich beim Anlegen in Marieholm über einen Festmacherbügel aufs Knie gefallen. Wir sind ja Segler, und da soll man Reiseziele nicht erzwingen,
Jeder Starkwind geht vorbei, und so konnten wir uns am 3. Tag in Marieholm abends nach Ekenes auf Süd - Koster verholen. Auch hier sind nur noch wenige Fischer, wie überall an der Küste bestimmt der Tourismus das Geschehen. Die Koster - Inseln haben, da sie schon etwas geschützt am Eingang des Oslo - Fjordes liegen, eine ähnlich üppige Vegetation wie die südnorwegische Küste. Es gibt viele Naturreservate, Vogelschutzinseln, Seehundfelsen. Gunnar, unser Freund aus Öckerö, ist hier fast jeden Sommer und beobachtet Seeadler. Die Schweden haben viel unverbrauchte Natur, und die meisten sind auch sehr naturverbunden. Da braucht man nicht groß Garderobe für die Ferien, mit einem Rucksack gehn sie auf die Fähre, da ist was für warme, kalte und nasse Tage drin, das reicht.
Tagsdrauf hatten wir keinen Wind und tuckerten bis Smögen. Wind und Wetter waren immer auf und ab, von Smögen bis zum Gulmarnfjord segelten wir am nächsten Tag schon wieder mit steifem Westwind. Wir hatten uns entschlossen, auch zurück den inneren Weg zu gehen, da waren wir wetterunabhängig .
Und Petrus honorierte das, wir hatten ein paar Tage schönes Wetter, genossen "traumhafte" Ankerbuchten. Den gleichen Weg zurück mit anderen abendlichen Plätzen erreichten wir wieder Öckerö.
Für den nächsten Tag war Südost 4 - 5 angesagt, ein schöner Wind, um nach Skagen zu segeln. Es fing auch richtig gut an, aber nach 10 sm auf dem Kattegat begann es zu regnen. Das hätte man bei Windrichtung Südost ja auch ahnen können. Regen geht ja noch, aber dies war ein so feiner, dichter Nieselregen. Ich bin Brillenträgerin und war nun Großverbraucherin an Papiertüchern, um wenigstens ein Bißchen zu sehn.
Der Wind nahm noch zu, wir waren wie der Fliegende Holländer unterwegs. Aber Glück hatten wir auch. Die Sicht wurde etwas besser, als wir in die Schiffahrtsstraße kamen, und es waren auch nicht so viele Dampfer unterwegs. Skagen war erst zu sehen, da brauchten wir nur noch eine halbe Stunde bis zur Hafeneinfahrt. Wie einfach ist so ein Törn heute mit GPS.
In Skagen verschnauften wir inmitten eines bunten Seglertreibens für 2 Tage. Nun kamen wir in eine Gewitterperiode. Auf den gerade mal 25 sm von Skagen nach Saeby mußten wir 2 dicke Gewitterschauer überstehen, jedes Mal war viel Wind drin, die "Windrose" lag bis zu den Fenstern im Wasser. Also hieß es wieder, sehr früh abzulegen. In Hals lagen wir neben einer großen, dänischen X - Yacht, der Eigner war mit Männer - Besatzung unterwegs, war tagszuvor von Hundested gekommen und hatte auf 80 sm zwei Gewitterschauer abbekommen. Du meine Güte, war das ungerecht! Wir beiden nicht mehr ganz Neuen hatten auf nur 25 sm auch zwei Gewitter abgekriegt!
Von Hals aus machten wir Kurs auf Anholt. Der Wetterbericht verhieß für die nächsten Tage nur schwachen Wind, aber viel Sonne. "Wo ist man dann besser aufgehoben als auf Anholt? Sonne, Sand, klares Wasser zum Baden und Seglertreff. Es war Haupt o Ferienzeit im Norden, man sieht sich auf Anholt. Natürlich waren auch einige FSC - Segler da, u.a. die Koch's mit ihrer "Ole", was so manch netten Klönschnack ergab. Drei Tage Relaxing, jeden Tag ein Eimerchen Langusten vom Fischer, das war Lebensfreude pur.
Der Törn Anholt ./. Helsingör wurde so halbe - halbe. Nordwest, also achterlich, zu viel Wind, um zu motoren, zu wenig Wind, um nur zu segeln, wenn man ein Etmal von fast 60 sm vor sich hat. Die Maschine schob ein bißchen nach, so daß wir auf 5 sm / Std. kamen. Es war schönes Wetter, gute Sicht, und es dauerte nicht lange, bis der Kullen am Horizont auftauchte. Und abends tranken wir unser Glas Wein im Yachthafen unter Schloß Kronborg. Alles hat seine Zeit, und alles ist schön.
Die paar Meilen nach Rungsted machte mein Mann solo (mit Jule), während ich per Bahn nach Humlebaek in's Louisiana fuhr. Moderne Kunst direkt am Sund, allein wegen der Lage ist das Museum besuchenswert.
Rungsted hat eine große Marina mit allem Service, ein paar nette Restaurants geben dem Hafen vor allem abends etwas Atmosphäre. In knapp 30 Minuten ist man in Kopenhagen's City, und der Zug geht 3 x stündlich.
Mein Mann machte von Kopenhagen aus seine Norwegen - Reise, die eigentlich von Oslo aus geplant war. Mit einem Riesenrucksack auf dem Buckel sah er aus wie ein amerikanischer Touri. Einen Schlafsack hatte er auch mit, und der wurde auf einem Hurtig - Schiff sogar gebraucht. Wenn man Mitte 70 und noch immer so unternehmungslustig ist, dann gehören solche Abenteuer dazu.
Von Kopenhagen flog Käpt'n "Windrose" nach Bergen, stieg da auf einen Hurtig - Dampfer, fuhr nach Alesund und in den Geiranger - Fjord, mit einem anderen Schiff zurück nach Bergen. Mit dem Flugzeug ging's nach Stavanger für einen Tag und dann wieder retour nach Kopenhagen. Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen ...
Mein Mann war wie so oft ein Glückskind, er hatte ordentliches Wetter für seine Reise erwischt, während ich auf der "Windrose" war, es goß in Strömen und wehte mal wieder.
Ich war in Ölzeug verkleidet in Kopenhagen unterwegs, da hab ich die langen Museumsbesuche dann noch mehr genossen.
Ja, und man soll es nicht glauben: Der Käpt'n kam zurück, die Sonne schien, und der Wind wurde wieder zahm. Am nächsten Tag segelten wir bei den schönsten Bedingungen nach Gilleleje. Dort hatten wir es für unsere Ohren schlecht erwischt, es war Hafenfest, und so was ist bis in die Nachtstunden sehr laut.
Wir waren froh, daß wir am nächsten Tag weiter nach Odden - Havn konnten, Von dort aus war es nur noch ein Sprung nach Langör , das ist eines unserer Lieblingsplätze überhaupt. An einem Sommerabend in der Bucht auf Anker liegen und die urige Landschaft begucken, das ist wunderschön.
Auf Langör feierten wir den 75. Geburtstag meines Mannes. Wie es sich dafür gehört, war es ein strahlender Sommertag. Viel Telefon, gebadet, was Gutes aus der Bordküche - es war ein herrlich, runder Segler -Geburtstag.


Die nächsten Tage wurden schwül, sehr warm und kaum Wind, dazu gewittrig, In drei Tagesreisen waren wir zu Hause, nach 7 Wochen machten wir wieder in Glücksburg fest.
Die Förde heimwärts zu schippern, das haben wir beide sehr genossen. Haben wir doch ein landschaftlich schönes Segelrevier!


Aug. 02 - Ir. Quay