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 Sommerreise 2007

 

Wenn ich ein Buch anfange zu lesen, blättere ich erst einmal hinten. Neugierig?? Ich meine nicht. Liegt das Werk schon so komplett vor mir, darf ich auch alles wissen und ich les viel sachlicher und ruhiger. Ähnlich geht es mir mit diesem Bericht. Es ist Mitte September, und wir blicken schon auf den Sommer 2007 zurück.

Ein Sommer, der kein Sommer war, sagen die Meteorologen und vor allem die, die gerne baden und am Strand liegen. Ein Paar richtige Sommertage hatten wir im Frühjahr Ende April und Anfang Juni, als wir auf unsere Sommerreise gingen, davon gleich mehr. Danach gab’s kein Hochsommerwetter mehr, dafür vor allem viel Starkwind.

Am Ende kann „Windrose“ diesen Sommer nicht für so schlecht halten, stehn doch heute 14 September, schon 1752 sm auf dem Log, und 76 Tage ist sie bewegt worden. Und bis zum Winterlager kommt ja noch ein bißchen dazu!

Also nun fang ich von vorne an:.

Im Mai hatte Hermann bedingt durch das unbeständige Wetter Kurztouren gemacht, mal zur Schlei und sonst Pendelverkehr Sonderburg oder Dyvig und wieder nach Glücksburg.

Am 8. Juni ging’s dann „richtig“ los. Alle Staumöglichkeiten waren ausgenutzt, um vor allem Obst, Gemüse, Brot und Kartoffeln mitzunehmen. Beim Ablegen wehte nur ein leichte Brise aus Ost, d,h.. ein bißchen segeln, ein bißchen motoren, aber spät abends lagen wir dann doch zufrieden in Dyvig vor Anker.

Früh am nächsten Morgen ging’s weiter, es war schon sehr warm. Im Logbuch steht: „Die Sonne sticht, die Sonne beißt, so und ähnlich sagen viele. Vor Jahren hat im Juni die Sonne natürlich auch geschienen, aber heiß war es nie. Doch das sogen. Ozon – Loch“? Bei 0 – NO

2 – 3 ging es langsam weiter nach Norden. Beim Seewetterbericht steht im Logbuch: Von Wärme schreibt der nichts, aber der Landwetterbericht sagt, dass die Sonne 17 Stunden scheint.

Also legten wir uns im Gamborgfjord bei Middelfart vor Anker, ist ja immer noch frischer als im Hafen. Am nächsten Morgen kletterten wir die Badeleiter runter, um unsere Morgenwäsche zu machen. Und es war nicht zu kalt!! Ein Novum für den 10. Juni. Wir haben jedenfalls um diese Zeit noch nie im Meerwasser gebadet.

Sonntag, der 10. Juni, war kein Sonntag für Segler. 39,6 sm unter Motor nach Tunö, fast kein

Wind.

Der Montag sollte der schlechteste Ferientag werden, jedenfalls für mich, die alles über 25 Grad sehr schlecht verträgt. Von diesem 11. Juni sprechen wir heute noch, und nur mit dem Gedanken an diesen Tag schimpfen wir gar nicht über den Sommer, der keiner war.

Segelboote mit Sonnenschirm – hätte man sich das mal träumen lassen? Einen Sonnenschirm im Cockpit sieht man schon oft, und wir haben seit dem letzten Jahr auch ein blaues Exemplar. Sogar richtige Baldachine mit festem Gestell gibt es schon – ganz exklusiv. Selbst

An der brennenden Sonne ist also noch Geld zu verdienen.

Jedenfalls war es auf Tunö so heiß, dass ich mich trotz Sonnenschirm nachmittags mit einem Buch unter einen Baum gesetzt habe.

Manchmal scheint es zu helfen, wenn man Petrus mal ordentlich die Meinung sagt. Dienstag, 12. Juni, hatte es schon abgekühlt, und „heiß“ wurde es den ganzen Sommer nicht mehr. Wir hatten West 4 – 5 und segelten wunderschön nach Grenaa. Morgenstund hatte Gold im Mund, und mittags waren wir nach 28 sm schon fest. In Grenaa wird immer der Dieseltank wieder voll gemacht, es ist bequem, an einer Selbstbedienungssäule anzulegen.

Obgleich es in Grenaa ganz nett ist, legen wir hier nie einen gewollten Hafentag ein. Richtung Süden hat man schnell die Arhus-Bucht mit den Inseln Samsö und Tunö, und Richtung Norden ist es ein Katzensprung nach Anholt.

So legten wir die knapp 26 sm nach Anholt am Morgen den 13. Juni bei West 4 – 5 schnell zurück und freuten uns auf die schöne Insel im Kattegat.

Drei Hafentage machten wir hier. Fast alle Boote lagen noch längsseits an der Brücke und an den Stegen. Viele Rentnerbesatzungen sind unterwegs auf dem Weg nach Norden. Unsere Generation hat es gut, jedenfalls viele von uns. Auf Anholt hatten wir uns wieder Fahrräder gemietet, konnten damit in’s Dorf zum Kaufmann und über die schöne Inseln radeln. Strandspaziergänge reizten nicht wie sonst, das Wetter war schon „durchwachsen“. Am Samstag regnete es so sehr, dass man nicht glauben konnte, es würde tagsdrauf so schönes Wetter sein.

Sonntags, den 17. Juni, wurde von morgens 8.00 Uhr bis abends 18.30 Uhr eine wirkliche Sonntagstour, Sonnig sehr gute Sicht Einziger Nachteil schwachwindig. Alles kann man nicht haben. Halb segelnd, halb unter Motor, dazu mitlaufender Strom, so lief die „Windrose“ zügig nasch Schweden. Fladen und Nidingen leuchteten in der Sonne. Um 16.00 Uhr liefen wir bei Tistlarna in den Schärengarten ein, und um 18.30 Uhr waren wir fröhlich in Langedrag fest.

Montag und Dienstag machten wir richtig Ferien: Bummeln, Museumsbesuch, Shopping und was bei uns nicht oft vorkommt, die Bordküche blieb zwei Tage „Kalt“, für die Bordfrau auch mal schön. Beide Male waren wir bei „Pasta und Panini“, ein kleines, unkompliziertes Restaurant in der Fußgängerzone, das Hermann im letzten Jahr entdeckt hatte.

Es ging auf Mittsommer zu, und wir sprachen über St. Hans an Skagen’s Strand. So oft wir auch in Skagen waren, nie zur St. Hans Feier, so wie P.S.Kroeyer es in seinem beein-druckenden Bild festgehalten hat.

Da wir sowieso nicht weiter Nord im Schärengarten machen wollten, hatten wir nun die Möglichkeit, uns das mal anzugucken. Da für Donnerstag Starkwind aus Nordwest angesagt war, kam unsere Entscheidung ganz schnell. Nach nur 2 Tagen Schweden gingen wir am Mittwoch, den 20 Juni, mit leichtem Südost nach Skagen. Es war sonnig und eine sehr angenehme Überfahrt.

Am Donnerstag kam der harte Nordwest wirklich, aber erstens liegt man in Skagen wie in „Abraham’s Schoß“, zweitens hatte es den Vorteil, dass wenige schwedische und norwegische Boote rüberkamen. So war es ungewohnt ruhig, keine Trinkgelage und keine laute Musik. Von so viel Ausgelassenheit hielt auch das unwirtliche Wetter ab. Außer dem starken Wind gab es oft Regen, vor allem aber war es sehr kühl.

Die Mittsommerfeier haben wir uns an angeguckt, aber auch das große Feuer konnte uns nicht wärmen, wir waren schnell wieder an Bord. Vielen anderen ging es ähnlich, zu dieser Feier am Strand gehört ein schöner Sommerabend. Was soll’s? Wir haben es nun auch mal gesehen und sind zufrieden. Es war uns in Skagen ja auch mal wieder gut gegangen, im Museum gewesen, das immer professioneller wird, aber immer den Besuch lohnt, Rad gefahren nach Greenen, wo sich Nord- und Ostsee treffen. Und wir hatten jeden Tag guten Fisch für die Bordküche und frische dänische Erdbeeren.

Wenn Petrus „die Puste“ ausging, mussten wir „Tapetenwechsel“ machen, bevor der nächste Starkwind nahte. Ein halbwegs verlässlicher Wetterbericht ist für uns Segler Gold wert. In diesem Sommer ganz bestimmt.

Am Sonntag, 24. Juni, legten wir, nachdem wir Diesel getankt hatten, in Skagen ab und nahmen Kurs auf Vesterö / Laesö. Viel Wind hatten wir nicht, aber der leichte SW drehte auf Süd, und dazu hatten wir eine unangenehme Dünung, mehr Dünung als Wind. Trostpflaster war das schöne Wetter, und am frühen Nachmittag waren wir in Vesterö fest.

4 volle Tage verbrachten wir hier. Es wehte. Ein flächendeckendes Sturmtief zog über Norddeutschland bis Utsira und alle Nord- und Ostseegebiete hinweg. Harter Westwind. Die Segler waren gut beschäftigt, hier noch eine Leine, da noch eine Leine. Hermann weiß allem etwas abzugewinnen und tröstete die anderen Segler: „Weihnachten sind alle zu Hause“.

In Vesterö gibt man sich mächtig Mühe, es den Seglern angenehm zu machen. Neue Schwimmstege, verankerte und aufnehmbare Heckleinen, ein großes, neues Sanitärhaus ist im Bau. Der „Dagli Brugsen“ ist für einen Insel – Kaufmann ungewöhnlich gut ausgerüstet. An frischem Obst und Gemüse mangelte es uns nicht. Erdbeeren kauften wir sowieso an den Gartenpforten, wenn wir mit dem Fahrrad unterwegs waren, u.a. zur Salzgewinnung im Süden der Insel.

Aber die schönste Insel, der schönste Hafen „reichen“ nach ein paar Tagen. Der Wind wurde südlich, nicht gerade toll, wenn man nach Süden möchte. Wir verholten uns erst mal nach Saeby.

Ab jetzt verliefen ein paar Tage nicht so wie wir uns das vorgestellt hatten. Guten Willen etwas zu tun, hatten wir schon, bloß Petrus machte uns immer einen Strich durch die Rechnung.

Am Samstag, 30. Juni, legten wir früh in Saeby ab. Der Seewetterbericht hatte SW 4 abnehmend und auf NW 3-4 drehend angesagt. Wir bekamen Süd 4 und eine gemeine Dünung. Morgens hatte ich mir schon ausgemalt, dass wir abends vielleicht in Grenaa sein könnten und die ungeliebte Aalborg-Bucht hinter uns hätten. Und da es dann nach 60 sm spät sein würde, könnten wir uns ja an das große, leckere Büfett im Hafenrestaurant setzen und es uns gut gehen lassen.

Die Rechnung war wieder ohne Petrus, und wir mussten zufrieden sein, in Hals am Limfjord festzumachen. Hals gehört zu den wenigen Häfen, die wir gar nicht mögen. Es gibt wenige Gastliegeplätzen, die zudem bei Südost sehr unruhig sind. Die einheimischen Segler wollen uns an ihrer Brücke nicht, und an der Kaimauer und der großen Brücke kommt man nur mühsam an Wasser und Strom. Das war alles so schon vor Jahren, und so ist es heute auch noch. Die brauchen gar nicht investieren, weil man an Hals als Übernachtungshafen oft nicht vorbeikommt.

Also legten wir am Sonntag, 1. Juli, schon um 6.30 Uhr ab. Dieses Mal wurde es keine Sonntagstour. Anfangs war es ganz schwachwindig, dann bekamen wir nur 4 Windstärken aus Südost, aber eine unverhältnismäßige Dünung. Welch einen Anlauf hat die Dünung hier auch, um sich aufzubauen, freier Seeraum bis Schweden. Aufkreuzen nach Grenaa wollten wir uns nicht antun und motoren gegen diese Dünung schon gar nicht. Wir fielen auf den Fischerhafen Bönnerup ab und waren erstaunt, was man hier für Segler, den Tourismus allgemein getan hat und noch tut. Auch jetzt in der Hochsaison waren genügend freie Liegeplätze.

Montag hatten wir wieder SO, dazu den ganzen Tag Regen, dass „man keinen Hund rausjagen möchte“. Ein paar Tage nacheinander sahen wir ein Segelboot vom Akadem. Segelverein Hamburg mit Namen „Olaf Sommervogel“. In diesem Sommer passte „Sommervogel“ so gar nicht.

In Bönnerup ist nicht gerade was los, das festgehaltene Segler die Zeit vertreibt. Doch irgend ein Trostpflaster gibt es fast überall. Hier ist es das Super-Fischangebot, hier landen noch einige Kutter an. In Skagen haben wir keine Seezungen bekommen, aber hier landeten mittags zwei große Exemplare in der Pfanne. Ein richtiger Schmaus!!!

Dienstagmorgen war es bedeckt, aber es regnete nicht mehr, und wir hatten fast keinen Wind. So nahmen wir den 3. Anlauf auf Grenaa. Bei Fornaes klarte es auf, und der Südost war wieder da mit 4 – 5. Der konnte uns nichts mehr tun, dies Mal kamen wir in Grenaa an. Glück gehabt, steht im Logbuch.

Glück hatten wir am Mittwoch, 4. Juli, nicht. Angesagt war schwachwindig, wir bekamen SW zunehmend 5. Am Hjelm hatten wir eine furchtbare Dünung, Strom gegen Wind, das Schiff stampfte und tat sich schwer. Längst hatten wir die Segel rausgezogen und kreuzten fleißig auf, und so meisterten wir auch dieses Stück. Am Süden von Djursland ging’s um die Ecke, und wir liefen gemütlich ab nach Ebeltoft in’s Museumsstädtchen.

Auch hier wird am Hafen viel gebaut wie überall in Dänemark. Die kleinen Häfen werden erwerbsmäßig für die Fischerei, Kornverladung usw. kaum noch genutzt, so entstehen auf dem freigewordenen Gelände Ferienhäuser, Shops und Restaurants. In Ebeltoft blieben wir nur über Nacht, wir kennen das „Puppenhaus – Städtchen“ mit dem Kopfsteinpflaster sehr gut von einigen früheren Aufenthalten.

Wir hatten für dieses erste Juli – Wochenende auch ein Ziel, wir wollten nach Arhus, da war Tall Ship Treffen, Start zur Regatta in’s Baltikum. Frühmorgens am 5. Juli legten wir ab, um in Marselisborg noch einen guten Liegeplatz zu erwischen. Die 20 sm an der Kreuz bei WNW 4 – 5 machten Spaß. Allein schon an dem hübschen Leuchtturm Sletterhage vorbeizusegeln, ist immer wieder ein Vergnügen.

In Marselisborg ist es ein ordentliches Stück bis zur Bushaltestelle zu laufen. Also fragt ein (Fußkranker): „Wo ist eine Apotheke?“ Und darauf fällt der nächste Autofahrer rein, fährt uns in’s Zentrum vor einer Apotheke und entschuldigt sich auch noch, dass er uns nicht wieder zurückfahren kann. Auch als 80-jähriger hat Hermann es noch faustdick hinter den Ohren.

Die Großsegler liegen im Handelshafen nahe am Zentrum. Die schöne, weiße „Cuauhtemoc“ aus Mexiko ist auch da, und sie und ihre Matrosen werden auch hier wie seinerzeit bei der Sail 2000 in Flensburg am meisten bewundert. „Christian Radich“ und „Stadsrat Lehmkuhl“ aus Norwegen, die „Danmark“ usw., usw. sind da. Die „Kruzenstern“ hatte gemeldet, ist aber nicht gekommen, unsere „Georg Fock“ leider auch nicht, sie war zurzeit auf Südamerika – Reise.

Gewiss, es gab viel zu sehn, und die Dänen fanden dieses Ereignis bestimmt auch wunderschön. Wir aber erinnerten uns an die unvergleichliche Sail 2000 in Flensburg, wo einfach alles passte, die heimelige Kulisse rund um den Innenhafen, es war damals für die Zuschauer und die Besatzungen und Miteinander. Und das Wetter spielte natürlich auch eine große Rolle. Wir hatten Anfang August 2000 schönes Sommerwetter. Lt. Kalender war es jetzt ja auch Sommer, aber es war in diesen 4 Tagen „für die Jahreszeit zu kühl“, öfter ein Regenschauer und sehr windig. Am Sonntag bei der sogenannten Auslaufparade war es so stürmisch, dass kaum ein Sportboot draußen war, um sich das aus der Nähe anzusehen.

Am Sonntagmorgen war Gottesdienst im prächtigen Dom von Arhus. Das gehörte auch zum Programm der Großsegler, zu unserer Enttäuschung erschienen nur ganz wenige der zahlreichen Besatzungen. Wir hatten uns auf die uniformierten, jungen Leute gefreut, dass sie in Gruppen in die Kirche reinkommen würden. Die hatten es offensichtlich nicht mit dem lieben Gott. Für uns beide aber war es ein Erlebnis, hier einen Gottesdienst mit Abendmahl mitfeiern zu dürfen.

Alle Feststage gehen mal vorüber. Wir aber hatten am Montag, 9. Juli, noch gleich einen Segel – Festtag. Endlich mal sonnig, West 4 – 5, die knapp 30 sm nach Julsminde waren pure Segelfreude. Da entschädigte uns Petrus für so manchen seiner Streiche auf dieser Reise.

Dienstag sind wir bei SW 3 – 4 langsam, aber stetig nach Fredericia gekreuzt und erst mal in den neuen Stadthafen von Middelfart gegangen, um ein paar Besorgungen zu machen. Im nächsten Jahr erleb ich, so Gott will, meinen 50. Segelsommer. Ich hatte gemeint, auf dem Wasser schon alles mitgemacht zu haben. In neuen Hafen von Middelfart passierte doch noch ein Novum. Die „Windrose“ saß wie eingekeilt zwischen den Pfählen. Fest gesessen haben wir ja schon öfter, wenn man sich in der Breite der Box verschätzt hatte. Aber dies Mal bewegte sich auch mit Vollzurück nichts. Gut, dass es den plietschen Hermann und Max, das Beiboot gab. Taue hin und her, nach einer Stund waren wir wieder in Freiheit. Nach dem Einkaufen sind wir im Fanö – Sund vor Anker gegangen.

Am Morgen, den 11. Juli sagten auch wir: Ssss... Wetter. Regen und die „Windrose“ schaukelte. Der Wind hatte auf Süd 5 gedreht. Hermann stieg in’s Ölzeug und verholte uns in den Gamborgfjord, wo wir wenigstens ruhig lagen. Es regnete den ganzen Tag, in der Kajüte hatten wir gerade noch 20 Grad. Sommer?

Abends klarte es auf, und wir haben in Skaerbeck unsere dänischen Freunde besucht. Bei einem guten Abendessen gab es viel zu erzählen.

Richtig schimpfen muss man, vom „Abdanken“ sprechen, dann bekommt Petrus offenbar ein schlechtes Gewissen, jedenfalls mal für einen Tag. Am Donnerstag, 12. Juli, war ordentliches Wetter, wenigstens trocken, ab und zu blinzelte sogar mal die Sonne. Bei West 5 – 6 und Schauerböen wurde es eine schnelle Fahrt in den Alsensund, wo wir uns vor Anker legten.

Am nächsten Tag tat es uns leid, nicht nach Glücksburg durchgesegelt zu sein. Es war diesig und schwachwindig, so dass wir die 16 sm nach Hause motoren mussten. Wer konnte ahnen, dass der Wind auch mal müde wird?

Nach genau 5 Wochen waren wir wieder in Glücksburg. Ich hab in einem Segelbericht sicher noch nie so viel über Wind und Wetter geschrieben, trotzdem: Hermann und ich + Katze Jule hatten eine schöne Zeit. Das Leben an Bord ist so ganz anderen Gesetzen unterworfen, nichts ist so planbar und regelmäßig wie fast alles an Land. Das ewige Spiel von Wind und Wasser ist immer wieder neu und anders. Obgleich man in den vielen Jahren so viele Strecken oft und öfter gesegelt hat, Häfen zum wiederholten Mal angelaufen hat, Langeweile kommt dabei nicht auf. Segeln und Bordleben sind immer wieder erlebnisreich und schön.

Damit war die große Segelreise dieses Sommers zu Ende. Hermann hat wieder Einhand – Touren gemacht, und ich hab ihn am Wochenende besucht.

Am Sonntag, 29. Juli, haben wir in Kalvö in der Genner – Bucht Hermann’s 80. Geburtstag gefeiert. Zwei gute Freunde haben uns besucht und diesen Tag verschönt. Reichlich Gehschenke und noch mehr Telefonate gab’s. Es war ein fröhlicher tag, an dem wir aber auch dankbar zurückgeblickt haben auf viele schöne Jahre, die wir haben durften.

Ir. Quay.2007